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Entstehung und Entwicklung des eFB

Ein kleiner Rückblick über die Entwicklungsschritte, die das elektronische Fahrtenbuch (eFB) gemacht hat.

 

2009 bis 2011
Die Pilotphase

Am Anfang war die Frage, ob ein komplexes Werk wie die Wandersportordnung des organisierten Kanu-Freizeitsportes überhaupt in ein Stück Software zu übersetzen war.

Jedes Jahr machen zahllose ehrenamtliche Gruppenleiter in den Vereinen sich an die Arbeit und werten manuell geführte Fahrtenbücher aus mit dem Ziel, sportliche Leistungen zu beurteilen und für erfolgreiche Freizeitsportler Auszeichnungen zu vergeben. Dabei entsteht ein hoher manueller Aufwand, viele komplizierte Excel-Tabellen und eine Arbeit, von der einige Paddler meinten: Das muss doch mit technischer Unterstützung leichter gehen. Die Idee zum elektronischen Fahrtenbuch war da.

In einer Vorstudie wurden 2009 Methoden, Anforderungen und Risiken analysiert und Umsetzungsideen konzipiert. Dann gab es Anfang 2010 einen Beschluss des DKV-Präsidiums, der die Idee zu einem zentralen DKV-Projekt erklärte - von der Machbarkeit des ganzen waren alle überzeugt.

2010 wurde ein erster Prototyp entwickelt, der die Fahrtenerfassung erlaubte und das klassische Papierfahrtenbuch überflüssig machte.

Mit dem Beginn der Saison 2010/11 (01.10.2010) startete die offizielle Pilot- und Testphase. Rückblickend dürften viele Beteiligte der Auffassung sein, dass ein Test in einem kleineren Rahmen hilfreicher gewesen wäre. Es entstand nämlich eine sehr hohe Erwartungshaltung an das Projekt, von der aber alle Beteiligten wussten, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht erfüllbar war - was eine Pilotphase ist, ist nicht leicht zu vermitteln. Das eFB gewann auf der eine Seite Unterstützer, die vom Erfolg überzeugt waren, auf der anderen Seite aber auch Kritiker, die ein funktional viel reiferes Produkt erwartet hatten.

Im zweiten Teil der Pilotphase wurde damit schon ein wesentlicher Punkt aufgegriffen: Die Auswertung für die Wanderwarte der Vereine war möglich.

Ende 2011 ging die reguläre Projektphase zu Ende und es war zu entscheiden, wie es mit dem eFB weitergeht...

 

2012 bis 2014
Der Echtbetrieb geht los

Zum Ende der Pilotphase 2011 gab es eine große Nutzerumfrage und ein umfassend positives Feedback. Ansatz und Ideen des eFB waren bestätigt. Die Liste der Dinge, die aber noch umzusetzen waren und die Wünsche der Anwender ergaben aber noch eine lange Liste von Dingen, die es zu tun gibt.

Kurz gesagt: Die Gremien des DKV stellten die eFB-Ampel auf grün, das Projektergebnis wurde abgenommen und bestätigt und die Anwendung von einem Bastelprojekt in die reguläre Organisationsstruktur des DKV überführt. Die DKV-Geschäftsstelle wurde mit eingebunden, ein eFB-Beauftragter des Deutschen Kanu-Verbandes wurde berufen und so die Strukturen in der ehrenamtlichen Landkarte einer Sportorganisation geschaffen, die einen dauerhaften Betrieb sicherstellen kann.

Und dann ging es drei Jahre lang intensiv an die Entwicklung: Jedes einzelne Programmmodul wurde verfeinert, Funktionen wurden ergänzt und die Möglichkeit, die komplette Vereinsabrechnung über das eFB zu machen, auch wenn Teilnehmer mit dem klassischen Papierfahrtenbuch arbeiten, wurde integriert. Die Wunsch- und Feedbackliste wurde systematisch abgearbeitet.

Nach der Unterstützung für Vereine folgten die notwendigen Komponenten für Kanubezirke und Landesverbände.

Gemeinsam mit dem Entwickler der Fahrtenbuchlösung für Bootshäuser (efa), Nicolas Michael, wurde eine Schnittstelle entwickelt, die beide Systeme miteinander verband und es erlaubte, im Bootshaus offline in efa erfasste Fahrten mit dem eFB zu synchronisieren.

Die Anwenderdokumentation aller Funktionen des eFB hätte ausgedruckt inzwischen mehr als 60 DIN A4-Seiten gefüllt und es sollte mit neuen Funktionen noch weitergehen:

Die Termindatenbank des DKV-Sportprogramms wurde in das eFB integriert und erlaubte einfachen Zugriff auf Gemeinschaftsfahrten. Die Informationen aus den Gewässerführern des DKV konnten zur leichteren Eingabe von Fahrten herangezogen werden und erlaubten eine automatische Ermittlung von zurückgelegten Distanzen.

 

2015 bis 2016
Zeit für Optimierungen

Das eFB wuchs in einem spürbaren Tempo, auch wenn zwischendurch Rückschläge aus einem Servercrash zu bewältigen waren. Das Team bekam zu spüren, dass der Einsatz von Frameworks und Bibliotheken anderer Entwickler einen kontinuierlichen Updateprozess eigener Routinen auslösen konnte. Gleichzeitig sorgte die steigende Anwenderzahl für eine unbefriedigende Entwicklung der Performance. So wurden die Jahre 2015 und 2016 zu großen Optimierungsjahren.

Alle Module wurden geprüft und verbessert, insbesondere ein neues Fahrtenformular für die Anwender entstand 2015. Aus alten Ideen wie der Gruppenfahrt wurde ein verbessertes Vereinsfahrtenbuch.

2016 kamen dann die Auswertungsmodule dran, die teilweise komplett neu geschrieben wurden und erhebliche Verbesserungen in der Bedienbarkeit und Geschwindigkeit mitbrachten.

Quasi nebenbei wurde das eFB fit gemacht für die neueste Version der Programmiersprache php, denn mit php7 steht eine langfristig stabile und performante Basis zur Verfügung. Ein Serverumzug auf schnellere Handware und ein erster Schritt in Richtung bessere Bedienbarkeit auf mobilen Endgeräten folgten.

Der Erfolg stellte sich zum Ende der Kanusaison 2016 ein. Der LKV Niedersachsen meldete als erster Landeskanuverband im DKV, dass die Saisonauswertung und -abrechnung des Kanusportjahres 2015/16 vollständig für alle Mitgliedsvereine im eFB abgewickelt wurde. Deutschlandweit ist die Nutzerzahl zum Saisonende auf mehr als 400 Vereine mit mehr als 5.000 Accounts von Paddlern gestiegen und in der Saison 2016 wurden mehr als 1 Millionen gepaddelte Kilometer im eFB dokumentiert.

 

2017 und weiter
Viele Ideen liegen noch vor

Die Möglichkeiten des eFB sind damit noch lange nicht ausgeschöpft. Der wichtigste Schritt im Jahr 2017 war das gemeinsam vom Deutschen Kanuverband und dem Berliner Softwareentwickler TouchingCode gestartete Projekt canua - eine KanuApp für alle Paddler. Auf Seiten des eFB wurde das System fit gemacht, damit die große Gewässerdatenbank des DKV genutzt werden kann und Daten aus canua im eFB gespeichert werden können. So wurden beide Plattformen eng verzahnt, als ein Service für Paddler. Und das war erst der Anfang.

Vielen Ideen warten noch auf eine Umsetzung, so dass auch in den nächsten Jahren mit einer spannenden Entwicklung zu rechnen ist. Befahrungsregeln berücksichtigen, das Vereinsfahrtenprogramm bereitstellen, ein repsonsives Webdesign... die Liste ist lang. Wollen Sie mehr wissen? In der Ideensammlung gewinnen Sie einen Überblick und können sich selbst einbringen.

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